Fachliche Empfehlungen für die Lagerung von HDPE-Geomembranen

2025/11/21 15:55

1.Welcher Lagertemperaturbereich wird empfohlen?

Empfehlung: Es wird empfohlen, das Produkt in einer kühlen, stabilen Umgebung zu lagern, idealerweise in einem Temperaturbereich von 5 °C bis 40 °C.

Fachliche Erläuterung und Grundlage:

Niedrige Temperaturgrenze (< 5 °C): Bei zu niedrigen Temperaturen härtet HDPE aus und wird spröde, wodurch seine Flexibilität deutlich abnimmt. Die Handhabung oder das Entfalten unter diesen Bedingungen erhöht das Risiko von Mikrorissen oder Spannungsrissen durch Biegung oder Stöße erheblich. Obwohl HDPE selbst kältebeständig ist, erhöht die Handhabung bei niedrigen Temperaturen das Beschädigungsrisiko deutlich.

Hohe Temperaturgrenze (> 40 °C): Dauerhafte Einwirkung hoher Temperaturen (insbesondere über 50 °C) kann die thermische Alterung von HDPE auslösen, was potenziell zu einem Abbau der Polymerketten führt und die langfristigen mechanischen Eigenschaften und die Haltbarkeit beeinträchtigt. Direkte Einwirkung von Temperaturen über 60 °C (z. B. Metalloberflächen in der Sommersonne) kann sogar zum Verkleben der Rollenoberfläche führen.

Bewährte Vorgehensweise: In Lagerräumen sollten schnelle Temperaturschwankungen vermieden werden.

 

2. Welche maximale Luftfeuchtigkeit verträgt das Produkt?

Wichtigste Empfehlungen: HDPE-Geomembranen sind von Natur aus sehr wasserbeständig, und ihre Materialeigenschaften werden durch die Umgebungsfeuchtigkeit nicht beeinflusst. Entscheidend für die Lagerung ist die Kontrolle indirekter Feuchtigkeitsprobleme; es wird empfohlen, die relative Luftfeuchtigkeit unter 80 % zu halten.

Fachliche Erläuterung und Grundlage:

Materialeigenschaften: HDPE ist ein unpolares, hochkristallines Polymer mit extrem geringer Wasseraufnahme (typischerweise <0,1 %), wodurch verhindert wird, dass Feuchtigkeit eindringt oder seine Molekularstruktur beschädigt.

Indirekte Risiken:

Schimmel und Mikroorganismen: Bei dauerhaft hoher Luftfeuchtigkeit (>80 % rF) und schlechter Belüftung können sich Schimmel oder Mikroorganismen auf der Außenverpackung (z. B. Kartons, Stretchfolie) oder der Oberfläche der Geokunststoffrollen bilden. Dies beeinträchtigt zwar nicht direkt die Eigenschaften von HDPE, kann aber zu Verunreinigungen und unnötigen Reinigungsarbeiten führen.

Feuchtigkeitskondensation: Im Inneren der Walze können große Temperaturschwankungen zu Feuchtigkeitskondensation zwischen den Lagen führen. Unter bestimmten Bedingungen kann dies mit der Zeit die Qualität der nachfolgenden Schweißung beeinträchtigen (Oberflächen, die während des Schweißens getrocknet werden müssen).

Korrosion von Metallkomponenten: Hohe Luftfeuchtigkeit beschleunigt die Korrosion von Metallkomponenten wie Lagerpaletten oder dem zentralen Rohr der Geokunststoffdichtungsbahn, und Rost kann die Ränder der Geokunststoffdichtungsbahn verunreinigen.

 

3. Gibt es besondere Anforderungen an die Lagerung des Produkts, wie z. B. Schutz vor Sonnenlicht oder Chemikalien?

Ja, der Schutz vor UV-Strahlung und chemischer Kontamination ist für die Lagerung von HDPE-Geomembranen von größter Bedeutung.

Die konkreten Anforderungen lauten wie folgt:

Schutz vor Sonnenlicht/UV-Strahlung:

Anforderung: Muss in Innenräumen gelagert oder im Freien vollständig mit einer lichtundurchlässigen, UV-beständigen Plane abgedeckt werden.

Grundlage: UV-Strahlung ist der Hauptfaktor für die Alterung von HDPE. Direkte Sonneneinstrahlung führt zu Polymerkettenbrüchen und Vernetzungen, was Oberflächenpulverisierung, Glanzverlust, Sprödigkeit und einen starken Rückgang der mechanischen Eigenschaften (wie Zugfestigkeit und Bruchdehnung) zur Folge hat. Selbst kurzfristige Einwirkung (Wochen bis Monate) kann irreversible Schäden verursachen.

Schutz vor Chemikalien:

Anforderung: Muss getrennt von Chemikalien, Ölen und organischen Lösungsmitteln (wie Benzin, Diesel, Aceton, starken Säuren und starken Laugen) gelagert werden.

Grundsatz: HDPE weist zwar eine ausgezeichnete Beständigkeit gegenüber den meisten Chemikalien auf, jedoch kann eine längere Einwirkung bestimmter starker oxidierender Säuren, Kohlenwasserstofflösungsmittel und halogenierter Kohlenwasserstoffe zu Quellung, Erweichung oder Spannungsrisskorrosion führen.

Weitere wichtige Speicheranforderungen:

Von Wärmequellen fernhalten: Lagerorte sollten von Heizkesseln, Heizgeräten, Schweißbereichen und anderen Wärmequellen ferngehalten werden. Ein Sicherheitsabstand von mindestens 5 Metern wird empfohlen.

Ebene und feste Auflagefläche: Die Rollen müssen flach auf einer festen, kantenfreien Oberfläche gelagert werden. Eine vertikale Lagerung ist verboten, um Verformungen und Wegrollgefahren zu vermeiden. Die Anzahl der gestapelten Lagen sollte die Empfehlungen des Herstellers nicht überschreiten (in der Regel nicht mehr als 3–4 Lagen), und die unterste Rollenlage muss sich verformen dürfen.

Staub- und Kontaminationsvermeidung: Die Lagerumgebung sollte sauber gehalten werden, um das Anhaften von Staub, Schmutz und anderen Verunreinigungen zu verhindern, die die Schweißqualität beeinträchtigen können.

 

4. Wie lange ist das Produkt bei sachgemäßer Lagerung voraussichtlich haltbar? 

Wichtigste Schlussfolgerung: Unter den oben genannten Bedingungen für eine „sachgemäße Lagerung“ (Innenraum, lichtgeschützt, kühl, trocken und fern von Chemikalien) beträgt die zu erwartende Haltbarkeit von HDPE-Geomembranen typischerweise 24 bis 36 Monate.

Expertenerklärung und Unterschiede:

24-Monats-Basislinie: Dies ist eine konservative Empfehlung, die häufig in Projektspezifikationen und Herstellergarantien zu finden ist. Innerhalb dieses Zeitraums kann sichergestellt werden, dass sich die Materialeigenschaften im Vergleich zum Auslieferungszustand nicht wesentlich verändert haben.

Verlängert auf 36 Monate oder länger: Wenn die Lagerumgebung ideal ist (z. B. ein Innenlager mit kontrollierter Temperatur und Luftfeuchtigkeit), sind die chemischen Eigenschaften von HDPE-Materialien sehr stabil und ihre Leistung erfährt in der Regel innerhalb von 3–5 Jahren keine nennenswerte Verschlechterung.


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